Block MCP von GravityKit

Block MCP: So lässt Du eine KI direkt auf Deiner WordPress-Seite arbeiten

Wer eine KI für Texte nutzt, kennt den typischen Ablauf: Text in ChatGPT oder Claude schreiben lassen, kopieren, in WordPress einfügen. Das klappt – aber es ist umständlich. Und sobald eine Seite komplexer gebaut ist, macht das manuelle Einfügen Probleme: Ein falscher Klick, und plötzlich fehlt ein Block, oder der Seitenaufbau stimmt nicht mehr.

Seit dem 11. Juni 2026 gibt es eine Lösung, die das grundlegend ändert: Block MCP – ein kostenloses WordPress-Plugin, das KI-Assistenten direkt mit dem Gutenberg-Editor verbindet. Entwickelt wurde es vom WordPress-Plugin-Hersteller GravityKit.

Was ist MCP – und warum ist das wichtig?

MCP steht für „Model Context Protocol“ und ist eine Schnittstelle – eine Art vereinbarte Sprache –, die es KI-Assistenten ermöglicht, direkt mit externen Programmen und Diensten zu kommunizieren. Statt nur Texte zu erzeugen, kann eine KI damit auch aktiv handeln: Dateien lesen, Inhalte ändern, Aufgaben ausführen – und eben: eine WordPress-Seite bearbeiten.

Block MCP nutzt genau das. Das Plugin stellt die Verbindung zwischen Deiner WordPress-Website und einem KI-Assistenten her. Unterstützt werden derzeit alle gängigen KI-Tools, die das MCP-Format sprechen, darunter Claude von Anthropic.

Was kann Block MCP konkret?

Das Besondere an Block MCP ist der Umgang mit WordPress-Inhalten. Bisherige KI-Werkzeuge, die WordPress bearbeiten konnten, behandelten eine Seite als einen einzigen großen HTML-Textblock. Beim Schreiben oder Ändern wurde dabei manchmal die Block-Struktur des Gutenberg-Editors zerstört – das führte zu Fehlermeldungen oder unleserlichen Inhalten im Backend.

Block MCP löst das, indem es jeden einzelnen Block als eigenständige Einheit behandelt. Jeder Absatz, jede Überschrift, jedes Bild bekommt eine eindeutige Kennung. Die KI kann damit gezielt und sicher:

  • einzelne Blöcke ändern, ohne den Rest der Seite anzutasten
  • neue Blöcke einfügen
  • Blöcke verschieben oder löschen
  • mehrere Änderungen auf einmal durchführen – mit automatischer Sicherungsfunktion

Jede Änderung wird dabei als WordPress-Entwurfsversion gespeichert. Falls etwas schiefläuft, kannst Du jederzeit auf die vorherige Version zurückgehen.

Installation ohne technisches Wissen

Bisher war Block MCP ein reines Entwicklerwerkzeug: GitHub-Paket herunterladen, Abhängigkeiten installieren, Konfigurationsdateien von Hand bearbeiten. Für die meisten WordPress-Nutzerinnen und -Nutzer war das schlicht nicht zugänglich.

Das hat sich mit Version 2.0.0 geändert. Block MCP ist jetzt ein normales WordPress-Plugin. Du installierst es wie jedes andere Plugin – über Plugins → Neu hinzufügen – und wirst danach durch einen Einrichtungs-Assistenten geführt. Du wählst aus einer Liste, welchen KI-Assistenten Du nutzt, und das Plugin übernimmt den Rest. Kein Terminal, keine Konfigurationsdateien.

Das Plugin ist kostenlos über die Website von GravityKit erhältlich.

Für wen lohnt sich Block MCP?

Block MCP richtet sich an alle, die bereits einen KI-Assistenten nutzen und ihre WordPress-Inhalte damit direkter bearbeiten wollen – ohne den Umweg über Copy-Paste.

Besonders nützlich ist das Plugin für:

  • Blogger und Redakteure, die regelmäßig Texte überarbeiten oder umstrukturieren
  • Websitebetreiber, die ähnliche Inhalte auf mehreren Seiten anpassen wollen
  • Nutzer, die der KI komplexere Bearbeitungsaufgaben übergeben möchten, z.B. „Überarbeite alle Einleitungsabsätze auf Seite X“

Wichtig: Wer noch keinen KI-Assistenten mit MCP-Unterstützung nutzt, muss das zuerst einrichten. Das ist je nach Werkzeug unterschiedlich aufwendig und setzt in der Regel ein Konto bei einem KI-Dienst voraus.

Block MCP und der WordPress AI Client – wo liegt der Unterschied?

In einem früheren Artikel habe ich den offiziellen WordPress AI Client vorgestellt, der KI-Funktionen direkt im Block-Editor aktiviert. Der Unterschied liegt im Ansatz: Während der AI Client die KI in die WordPress-Oberfläche einbettet (Du schreibst im Editor, die KI hilft Dir dabei), dreht Block MCP das Verhältnis um – Du arbeitest in der KI-Oberfläche und gibst ihr die Steuerung über WordPress.

Beide Ansätze können sich ergänzen und sprechen unterschiedliche Arbeitsweisen an.

Erst auf einer Testseite ausprobieren

Block MCP ist ein echter Schritt nach vorne für alle, die KI aktiv in ihren WordPress-Workflow einbinden wollen – ohne Programmierkenntnisse. Das Plugin kostet nichts und ist in wenigen Minuten eingerichtet, sofern Du bereits einen kompatiblen KI-Assistenten nutzt.

Empfehlung: Probiere das Plugin zunächst auf einer Entwicklungs- oder Staging-Seite aus, bevor Du es auf Deiner Live-Website einsetzt. So bekommst Du ein Gefühl dafür, wie die KI mit Deinen Inhalten umgeht – und behältst die Kontrolle.


Quellen

Teilen mit

Diese Artikel könnten Dich auch interessieren:

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Mit dem Absenden Deines Kommentars stimmst du der Verarbeitung Deiner eingegebenen Daten (Name, E-Mail, Kommentar) gemäß meiner Datenschutzerklärung zu.